Sura 12 (in "Übersetzung des Koran")

Geschrieben von: Hanif, am 11.Dec.2007

Im Namen Gottes des Erbarmers des Gnädigen

  1. ALR. Jene sind die Zeichen der klaren Schrift
  2. Wir sandten ihn als einen arabischen Quran, auf dass ihr versteht
  3. Wir erzählen dir die besten Geschichten, indem wir dir diesen Quran offenbaren, da du zuvor von den Achtlosen warst
  4. Als Josef zu seinem Vater sagte: Vater, ich sah elf Planeten, die Sonne und den Mond. Ich sah sie sich mir unterwerfen
  5. Sagte er: Mein Sohn, erzähle deine Vision nicht deinen Brüdern, sonst wenden sie eine List gegen dich an. Gewiss, der Satan ist dem Menschen ein klarer Feind
  6. Und auf diese Weise erwählt dich dein Herr und lehrt dich etwas von der Deutung der Erzählungen. Er vollendet seine Gunst an dir und der Sippe Jakobs, so wie er sie an deinen beiden Vätern Abraham und Isaak zuvor vollendete. Gewiss, dein Herr ist wissend, weise
  7. Es waren ja in Josef und seinen Brüdern Zeichen für die Fragenden
  8. Als sie sagten: Josef und sein Bruder sind unserem Vater lieber als wir, dabei sind wir ein Verband. Unser Vater ist wahrlich in einem klaren Irrtum
  9. Tötet Josef oder verweist ihn des Landes, dann ist das Antlitz eures Vaters für euch freigegeben, und ihr seid danach ein rechtschaffenes Volk
  10. Ein Sagender von ihnen sagte: Tötet Josef nicht, sondern lasst ihn in die Tiefen der Grube fallen, es möge ihn eine der Karawanen herausziehen, wenn ihr es zu tun pflegtet
  11. Sie sagten: Unser Vater, was ist mit dir, dass du uns Josef nicht anvertraust, dabei sind wir ihm ja Beratende
  12. Entsende ihn morgen mit uns, um zu hüten und zu spielen. Und gewiss, wir sind ihm Bewahrende
  13. Er sagte: Es machte mich traurig, dass ihr mit ihm wegginget, und ich fürchte, der Wolf fräße ihn, während ihr seiner achtlos seid
  14. Sie sagten: Würde der Wolf ihn fressen, wobei wir ein Verband sind, dann wären wir gewiss Verlierer
  15. Als sie mit ihm weggingen und übereinstimmten, ihn in den Tiefen der Grube zu lassen, offenbarten wir ihm: du wirst ihnen von dieser ihrer Angelegenheit berichten, dabei spüren sie es nicht
  16. Und sie kamen abends weinend zu ihrem Vater
  17. Sie sagten: Unser Vater, wir gingen wetteifernd und ließen Josef bei unseren Habseligkeiten zurück, so fraß ihn der Wolf. Und du wirst uns doch nicht glauben, selbst wenn wir wahrhaftig sind
  18. Und sie kamen mit falschem Blut auf seinem Hemd. Er sagte: Da machte euch jedoch euer Selbst eine Angelegenheit vor. So schöne Geduld, und Gott ist der Ersuchte gegen das, was ihr schildert
  19. Und eine Karawane kam. Da sandten sie ihren Wegführer, der dann seinen Eimer herabließ. Er sagte: Was für eine Frohbotschaft, da ist ein Junge. Da nahmen sie ihn in Gewahrsam als Ware und Gott ist wissend über das, was sie tun
  20. Und sie verkauften ihn für einen spöttischen Preis, einige abgezählte Dirhams. Und sie waren mit ihm bescheiden
  21. Und derjenige aus Ägypten, der ihn kaufte, sagte zu seiner Frau: Sei großzügig in seinem Aufenthalt, er mag uns nutzen, oder wir nehmen ihn als Kind an. Und auf diese Weise befähigten wir Josef auf Erden, um ihn etwas von der Deutung der Erzählungen zu lehren. Und Gott setzt sich mit seiner Angelegenheit durch, aber die meisten Menschen wissen nicht
  22. Als er seine Reife erreichte, da ließen wir ihm Urteilsvermögen und Wissen zukommen. Und auf diese Weise vergelten wir den Gütigen
  23. Und diejenige, in deren Haus er war, wollte ihn gegen seinen Willen umgarnen, verschloss die Türen und sagte: Hier her mit dir. Da sagte er: Gott bewahre, mein Herr machte meinen Aufenthalt gut. Gewiss lässt er die Ungerechten nicht erfolgreich sein
  24. Und sie ließ sich ja auf ihn ein. Und hätte er den Beweis seines Herrn nicht gesehen, hätte er sich auch auf sie eingelassen. Auf diese Weise wenden wir von ihm das Schlechte und das Abscheuliche ab. Gewiss, er ist einer unserer treuen Diener
  25. Und beide stürmten zur Tür und sie zerriss sein Hemd von hinten. Da fanden sie ihren Hausherrn bei der Tür vor. Sie sagte: Was ist die Vergeltung desjenigen, der deinen Leuten Schlechtes möchte, außer, dass er eingekerkert wird, oder einer schmerzhaften Qual
  26. Er sagte: Sie umgarnte mich gegen meinen Willen. Und ein Zeuge von ihren Leuten bezeugte: Wäre sein Hemd von vorne zerrissen worden, dann wäre sie wahrhaftig gewesen und er einer der Lügner
  27. Wäre aber sein Hemd von hinten zerrissen worden, dann hätte sie gelogen und er wäre einer der Wahrhaftigen gewesen
  28. Als er dann sah, sein Hemd wurde von hinten zerrissen, sagte er: Gewiss, es ist aus eurer List, denn eure List ist gewaltig
  29. Josef, wende dich ab davon. Und du (weibl.) bitte um Vergebung für deine Missetat. Gewiss, du warst eine der Fehlgehenden
  30. Und Frauen in der Stadt sagten: Die Frau des Ehrenvollen möchte ihren Jüngling gegen seinen Willen verlocken. Er entfachte in ihr Liebe. Gewiss sehen wir sie in einem klaren Irrtum
  31. Als sie von ihrer Schläue hörte, sandte sie nach ihnen, bereitete für sie eine Liege vor und brachte einer jeden von ihnen ein Messer und sagte: Geh hinaus zu ihnen. Als sie ihn sahen, himmelten sie ihn an und schnitten sich die Hände und sagten: Gott bewahre, der kann kein Mensch sein, sondern nur ein edler Engel
  32. Sie sagte: Dieser ist derjenige, seinetwegen tadeltet ihr mich. Ich umgarnte ihn ja gegen seinen Willen, er aber enthielt sich. Und wenn er nicht tut, was ich ihm befehle, wird er eingekerkert und einer der Erniedrigten werden
  33. Er sagte: Herr, das Gefängnis ist mir lieber als das, wozu sie mich einladen, und wenn du von mir ihre List nicht abwendest, gebe ich ihnen nach und bin einer der Ignoranten
  34. So antwortete ihm sein Herr und wendete von ihm ihre List ab. Gewiss, er ist der Hörende, der Wissende
  35. Dann, nachdem sie die Zeichen sahen, schien es ihnen passend, ihn für einige Zeit einzukerkern
  36. Mit ihm traten zwei Jünglinge ins Gefängnis ein. Einer der beiden sagte: Ich sah mich Wein pressen. Und der andere sagte: Ich sah mich Brot auf meinem Kopf tragen, von dem die Vögel fressen. Berichte uns von der Deutung dessen, da wir dich als einen der Gütigen sehen
  37. Er sagte: Euch beiden kommt keine Speise zu, mit der ihr versorgt werdet, ohne dass ich euch von der Deutung dessen berichte, bevor sie euch zukommt. Das ist etwas von dem, was mich mein Herr lehrte. Ich verließ die Gemeinde eines Volkes, das nicht an Gott glaubt und sie sind es, die im Letzten Ableugner sind
  38. Und ich folgte der Gemeinde meiner Väter Abraham, Isaak und Jakob. Es gebührt uns nicht, dass wir Gott etwas beigesellen. Dies ist von der Gunst Gottes auf uns und auf die Menschen, aber die meisten Menschen danken nicht
  39. Meine beiden Mitgefangenen, sind verschiedene Herren besser oder Gott, der Eine, der Überwältigende
  40. Anstelle seiner dient ihr nichts außer Namen, die ihr und eure Väter benanntet. Dafür ließ Gott keine Ermächtigung herabsenden. Gewiss, das Richten ist nur Gottes. Er befahl, dass ihr keinem außer ihm dient. Dies ist die wertvolle Lebensordnung, doch die meisten Menschen wissen nicht
  41. Meine beiden Mitgefangenen, der eine von euch wird seinem Herrn Wein zu trinken geben und der andere wird gekreuzigt, so dass die Vögel von seinem Kopf fressen. Die Angelegenheit, über die ihr beide Auskunft ersuchtet, wurde beschlossen
  42. Dann sagte er zu demjenigen der beiden, von dem er meinte, dass er gerettet wird: Erinnere an mich bei deinem Herrn. Dann ließ ihn der Satan die Erinnerung seines Herrn vergessen, und so verblieb er einige Jahre im Gefängnis
  43. Und der König sagte: Wahrlich, ich sehe sieben fette Kühe, es fressen sie sieben magere, und sieben grüne Ähren und andere trockene. Ihr, die Obrigkeit, erteilt mir Auskunft über meine Vision, wenn ihr fähig wäret, die Vision auszulegen
  44. Sie sagten: Es sind verworrene Träume. Und wir sind keine Wissenden in der Deutung der Träume
  45. Und derjenige, der von den beiden gerettet wurde und der sich schließlich entsann, sagte: Ich werde euch von seiner Deutung berichten, so entsendet mich
  46. Josef, du Wahrhaftiger, erteile uns Auskunft über sieben fette Kühe, es fressen sie sieben magere, und sieben grüne Ähren und andere trockene, auf dass ich zu den Leuten zurückkehre, auf dass sie wissen
  47. Er sagte: Ihr baut fortwährend sieben Jahre an. Was ihr erntetet, lasst in seinen Ähren, außer ein wenig von dem, was ihr verzehrt
  48. Dann kommen danach sieben harte, die das verzehren, was ihr dafür vorbereitetet, außer ein wenig von dem, was ihr aufbewahrt
  49. Dann folgt darauf ein Lunarjahr, in dem den Menschen geholfen wird und in dem sie beregnet werden
  50. Und der König sagte: Lasst ihn zu mir kommen. Als dann der Entsandte zu ihm kam, sagte er: Kehre zu deinem Herrn zurück und frage ihn was mit den Frauen ist, die sich die Hände schnitten. Gewiss, mein Herr ist wissend über ihre List
  51. Er sagte: Was ist eure Rede, dass ihr Josef gegen seinen Willen umgarntet? Sie sagten: Gott behüte. Wir wussten nichts Schlechtes über ihn. Die Frau des Ehrenvollen sagte: Jetzt kam die Wahrheit zum Vorschein. Ich umgarnte ihn gegen seinen Willen, und er ist gewiss einer der Wahrhaftigen
  52. Das, damit er weiß, dass ich ihn nicht heimlich verriet. Gott leitet nicht die List der Verräter
  53. Und ich löse mein Selbst nicht los, denn das Selbst befiehlt gewiss mit dem Schlechten, außer jenem, dem sich mein Herr erbarmt. Mein Herr ist gewiss vergebend, gnädig
  54. Und der König sagte: Lasst ihn zu mir kommen, damit ich ihn ausschließlich für mich habe. Als er dann mit ihm sprach, sagte er: Ab heute hast du bei uns einen vertrauenswürdigen Platz
  55. Er sagte: Stelle mich über die Speicher des Landes. Gewiss, ich bin ein Bewahrer, ein Wissender
  56. Und auf diese Weise befähigten wir Josef auf der Erde, von der er für sich verfügt, wo immer er will. Wir treffen mit unserer Barmherzigkeit, wen wir wollen, und wir lassen den Lohn der Gütigen nicht verloren gehen
  57. Jedoch ist der Lohn des Letzten besser für diejenigen, die glaubten und achtsam zu sein pflegten
  58. Und die Brüder Josefs kamen und traten bei ihm ein. Da erkannte er sie, wobei er ihnen unbekannt war
  59. Und als er sie mit ihren Bedarfsgütern ausgerüstet hatte, sagte er: "Bringt mir einen Bruder von euch von Seiten eures Vaters! Seht ihr nicht, dass ich das volle Maß gebe und dass ich der beste Gastgeber bin?
  60. Doch wenn ihr ihn mir nicht bringt, dann sollt ihr auch kein Maß von mir erhalten, noch sollt ihr mir nahe kommen."
  61. Sie sagten: "Wir werden seinen Vater überreden , dass er ihn mitkommen lässt. Das werden wir sicher tun."
  62. Und er sagte zu seinen Jünglingen : "Steckt ihre eigene Ware in ihr Gepäck, so dass sie sie wiedererkennen, wenn sie zu ihren Leuten umdrehen. Vielleicht kommen sie wieder zurück."
  63. Als sie dann zu ihrem Vater zurückkamen, sagten sie: »Vater! Uns wurde das Maß verwehrt. So schicke unseren Bruder mit uns, damit wir zugeteilt bekommen. Und wir werden ihn gewiss beschützen
  64. Er sagte: "Soll ich ihn euch etwa anvertrauen, so wie ich euch zuvor seinen Bruder anvertraut habe? Gott ist der beste Beschützer und Er ist der Gnädigste aller Gnädigen.
  65. Und als sie ihr Gepäck öffneten, fanden sie, dass ihnen ihre Ware zurückgegeben wurde. Sie sagten: "Unser Vater! Wonach trachten wir? Da! Unsere Ware ist uns zurückgegeben worden. Wir werden nun unsere Leute verproviantieren und auf unseren Bruder achtgeben und eine Kamelladung zusätzlich erhalten. Das ist ein leichtes Maß."
  66. Er sagte: "Ich werde ihn nicht mit euch schicken, bis ihr mir ein Versprechen vor Gott gebt, dass ihr ihn mir zurückbringt, es sei denn, ihr werdet umringt" Als sie ihm ihr Versprechen gegeben hatten, sagte er: "Gott ist Sachwalter über das, was wir sagen."
  67. Und er sagte: “Meine Söhne, geht nicht durch ein einziges Tor hinein. Geht durch verschiedene Tore hinein. Ich kann euch vor Gott nichts nützen. Gewiss, das Richten ist nur Gottes. Auf Ihn vertraue ich und auf Ihn sollen sich die Vertrauensvollen verlassen
  68. Und als sie da hineingingen, wie ihr Vater es ihnen befohlen hatte, hat es ihnen vor Gott nichts genutzt. Es war nur ein inneres Bedürfnis von Jakob, dessen er sich entledigte. Und er verfügte über Wissen, so wie Wir es ihn gelehrt hatten. Aber die meisten Menschen wissen nicht.
  69. Und als sie bei Josef eintraten, zog er seinen Bruder zu sich. Er sagte: "Ich bin es, dein Bruder. So sei nicht betrübt, über das was sie getan haben."
  70. Und als er sie mit ihren Bedarfsgütern ausgerüstet hatte, ließ er das Trinkgefäß im Gepäck seines Bruders tun. Hierauf rief ein Rufer aus: “Ihr Karawanenleute! Ihr seid Diebe”
  71. Sie sagten, während sie auf sie zugingen: “Was vermisst ihr?”
  72. Sie sagten: “Wir vermissen das Kelch des Königs. Derjenige, der ihn bringt erhält eine Kamelladung. Dafür bürge ich selbst"
  73. Sie sagten: "Gott bewahre. Ihr wisst ja, dass wir weder gekommen sind, um im Land Verderben zu stiften, noch sind wir Diebe"
  74. Sie sagten: "Was ist dann seine Strafe, wenn ihr lügt?"
  75. Sie sagten: "Derjenige, in dessen Gepäck er gefunden wird, soll selbst die Strafe sein. So bestrafen wir die Ungerechten"
  76. Er begann mit ihren Behältern vor dem Behälter seines Bruders. Danach holte er ihn aus dem Behälter seines Bruders. So führten Wir für Josef eine List aus. Er hätte seinen Bruder nach der Ordnung des Königs nicht zu sich nehmen können, außer wenn Gott es will . Wir erhöhen, wen Wir wollen, um Rangstufen. Und über jedem, der Wissen besitzt, steht ein Wissender.
  77. Sie sagten: "Wenn er stiehlt, so hat auch ein Bruder von ihm zuvor schon gestohlen." Josef hielt es in seinem Inneren geheim und zeigte es ihnen nicht offen. Er sagte: "Ihr seid noch schlimmer dran. Und Gott weiß besser, was ihr schildert."
  78. Sie sagten: "Oh Ehrenvoller, er hat einen greisen alten Vater. So nimm einen von uns an seiner Stelle. Wir sehen, dass du einer der Gütigen bist."
  79. Er sagte: "Gott bewahre, dass wir jemanden anderen nehmen, statt dem, bei dem wir unser Zeug gefunden haben. Wir wären dann ungerecht"
  80. Als sie es bei ihm aufgegeben haben, gingen sie gerettet davon. Der Älteste von ihnen sagte: Wisst ihr nicht, dass euer Vater von euch, auch bevor ihr euch von Josef entledigt habt ein verbindliches Versprechen vor Gott entgegengenommen hat. Ich werde das Land nicht verlassen, bis mein Vater es mir erlaubt oder Gott richtet, und er ist der beste der Richtenden.
  81. Kehrt zu eurem Vater zurück und sagt: Vater! Dein Sohn hat gestohlen. Wir bezeugen nur das, was wir wussten. Und das Unsehbare konnten wir nicht aufhalten.
  82. Und frag im Dorf, in dem wir waren, und die Karawane, mit der wir gekommen sind. Wir sagen gewiss die Wahrheit.
  83. Er sagte: "Da hat euch doch euer Selbst etwas vorgemacht. Dann schön geduldig sein. Möge Gott sie mir alle zurückbringen. Er ist der Wissende, der Weise."
  84. Da entfernte er sich von ihnen und sagte: "Mein Leid über Josef " und seine Augen wurden weiß vor Trauer, dabei war er voller Gram.
  85. Sie sagten: "Bei Gott! Du hörst nicht auf, Josef zu erwähnen, bis du dich verzehrt hast oder zugrunde gehst"
  86. Er sagte: "Ich klage doch nur meinen Kummer und meine Trauer bei Gott und ich weiß von Gott, was ihr nicht wisst"
  87. Meine Söhne! Geht und sucht nach Spuren von Josef und seinem Bruder und zweifelt nicht an Gottes Geist (arab. = seid hoffnungsvoll). Denn niemand zweifelt nämlich an Gottes Geist, außer das ungläubige Volk.
  88. Als sie dann bei ihm eintraten, sagten sie: "Oh Ehrwürdiger! Uns und unseren Leuten ist Schaden geschehen und wir kamen mit einer gemischten Ware. Begleiche uns das volle Maß und sei wohltätig gegen uns.Denn Gott belohnt die Wohltätigen "
  89. Er sagte: "Ist euch nun bewusst, was ihr Josef und seinem Bruder zugefügt habt, als ihr unwissend wart?"
  90. Sie sagten: "Bist du etwa Josef?". Er sagte: "Ich bin Josef und das ist mein Bruder. Gott hat uns Seine Gunst gewährt. Wer achtsam und geduldig bleibt, dem lässt Gott den Lohn der Gütigen nicht verlorengehen."
  91. Sie sagten: "Bei Gott! Gott hat dich ja uns vorgezogen. Wir waren gewiss Irrende."
  92. Er sagte: "Kein Tadel soll euch heute treffen. Möge Gott euch vergeben! Denn Er ist der Gnädigste aller Gnädigen.
  93. Geht ihr mit diesem, meinem Hemd und legt es auf das Gesicht meines Vaters. Er wird dann blickend herkommen. Und bringt all eure Leute mit!"
  94. Und als die Karawanen aufbrachen, sagte ihr Vater: "Ich nehme Josephs Geruch wahr, auch wenn ihr mich für schwachsinnig erklärt"
  95. Sie sagten: "Bei Gott! Du bist immer noch in deinem alten Irrtum"
  96. Als dann der Freudenbote kam, warf legte er es auf sein Gesicht, so dass er wieder blicken konnte. Er sagte: "Habe ich euch nicht gesagt, dass ich von Gott etwas weiß, was ihr nicht wisst"
  97. Sie sagten: "Unser Vater! Bitte um Vergebung für unsere Missetaten. Wir waren gewiss Irrende"
  98. Er sagte: "Ich werde bei meinem Herrn um Vergebung für euch bitten. Er ist Der Vergebende, Der Gnädige"
  99. Als sie dann bei Josef eintraten, nahm er seiner Eltern zu sich und sagte: "Betretet Ägypten in Sicherheit, so Gott will"
  100. Und er erhob seine Eltern auf den Thron. Und sie warfen sich vor ihm nieder. Er sagte: "Oh mein Vater, das ist die Deutung meiner Vision von früher. Mein Herr ließ es wahr werden. Und Er erwies Sich gut zu mir, als Er mich aus dem Gefängnis herauskommen ließ und euch aus der Steppe hierher brachte, nachdem der Teufel zwischen mir und meinen Brüdern Zwietracht gesät hatte. Mein Herr ist sanfmütig bei allem, was Er will. Er ist gewiss Der Wissende, Der Weise.
  101. Mein Herr, du hast mir etwas von der Königsherrschaft zukommen lassen und mich etwas von der Deutung der Erzählungen gelehrt. Du Schöpfer der Himmel und der Erde, du bist mein Verbündeter im Diesseits und Letzten. Berufe mich als gottergeben ab und lass mich den Rechtschaffenen folgen.
  102. Das sind Nachrichten aus dem Verborgenen, die wir dir offenbaren. Und du warst nicht bei ihnen, als sie ihre Sache beschlossen, indes sie Ränke schmiedeten.
  103. Und die meisten Menschen sind nicht gläubig , auch wenn du dich bemühst.
  104. Und du verlangst dafür keinen Lohn. Es ist nur eine Erinnerung für die Welten
  105. So wie jedes Zeichen in den Himmeln und auf Erden, an dem sie vorbeigehen und von dem sie sich abwenden.
  106. Und die meisten glauben nicht an Gott, ohne Ihm beizugesellen.
  107. Haben sie sich zuvor versichert, wenn sie von Gottes Pein heimgesucht werden oder wenn die Stunde ihnen überraschend zukommt, ohne dass sie sie spüren.
  108. Sage: "Das ist mein Weg. Damit laden ich und derjenige, der mir folgt, weitblickend ein zu Gott. Gepriesen sei Gott. Und ich gehöre nicht zu den Beigesellern.
  109. Und wir entsandten vor dir keine, außer Männer von den Leuten der Dörfer, denen wir offenbarten. Sind sie nicht über die Erde gewandert um zu sehen, was die Folgen für jene waren, die vor ihnen lebten? Doch das Jenseits ist besser für diejenigen, die achtsam sind. Habt ihr denn keinen Verstand?
  110. Wenn dann die Gesandten resignierten und meinten, dass sie als Lügner angesehen werden, kommt unser Sieg. Dann retten wir, wen wir wollen, doch unsere Härte ist vom verbrecherischen Volk nicht abzuwenden.
  111. In ihren Geschichten war ja eine Lehre für die Verständigen. Es war keine erdichtete Erzählung, sondern eine Beglaubigung für das, was er zwischen den Händen hielt und eine genaue Darlegung für alles und eine Rechtleitung und Barmherzigkeit für die Leute, die glauben.

(Index der Koranübersetzungen)

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Wer SATT ist, wird NIE einen HUNGERNDEN verstehen.
Es kommt nicht darauf an, wie ALT man ist, sondern WIE man alt ist.
AUFRICHTIGKEIT ist wahrscheinlich die verwegenste Form der TAPFERKEIT.
Ein WAHRHAFT großer Mensch wird weder einen Wurm ZERTRETEN, noch vor dem Kaiser KRIECHEN.
Was Rednern an TIEFE fehlt, ersetzen sie durch LÄNGE.
Sehnsucht ist das Los des Geistes, der einmal Gottes Schönheit geschaut hat.
Unruhig ist unser Herz, bis es ruht in DIR.
Wandelt mit den FÜßEN auf der ERDE; mit den HERZEN aber seid im HIMMEL.
Bewußt-Sein ist Selbst-Erlebnis durch Selbst-Betrachtung.
Doch die SCHÖPFUNG - bleibt ein WUNDER.
Nur der Schweigende hört.
Suche nicht ANDERE, sondern dich SELBST zu übertreffen.
Man muss etwas Neues machen, um etwas Neues zu sehen.
Jede Weisheit ist ein Geschenk Gottes
Wer sich nicht mehr WUNDERN kann, der ist SEELISCH bereits TOD.
Menschen wünschen sich Geduld, aber so schnell wie möglich