Alqareáah – Die Katastrophe – Sura 101 (in "Verschiedene Themen")

Geschrieben von: Hanif, am 03.Feb.2008

Im Namen Gottes Des Erbarmers Des Gnädigen

القارعة - Alqareáah – Die Katastrophe – Sura 101 "Alqareáah" ist, nach dem Lexikon der Wurzelbegriffe, einer der Namen der Endzeit (jüngsten Tag). Nach Sura 101 ist es tatsächlich ein zukünftiges Ereignis, das sich in Katastrophen offenbart, doch nach genauerer Betrachtung in den Versen, wo das Wort erscheint, sieht man, dass es hier unter anderem um ein Ereignis handelt, das sich immer wieder im Leben wiederholt. Dass manche Leute sich wundern, wenn ihnen ein Unheil zustoßt, wofür sie keine plausible Erklärung finden können, liegt daran, dass sie meistens an der falschen Stelle ihre Suche anfangen.

69:4 Die Thamûd und die Åad hielten die Katastrophe (alqareáah) für eine Lüge.

Vers 69:4 zeigt uns an einem Beispiel den Fall von jenen Völkern, die die Vergeltung für falsche Taten und Entscheidungen geleugnet haben und meinten, dass sie keine Strafe dafür bekommen bzw. keine Reaktionen auf ihre eigenen Initiativen erlangen würden. Doch Alqareáah hat sich in der Vergangenheit abermals ereignet und es ereignet sich immer wieder im Leben. Die Völker von Thamud, Aad, Lout, altem Ägypten usw. erlitten alle gewisse Katastrophen; sie alle missachteten hartnäckig Gottes Zeichen. Aufgrund dessen sind sie, ihre Städte und Kulturen ausgelöscht worden.

13:31 Und gäbe es auch einen Koran, durch den Berge versetzt oder die Erde gespalten oder durch den zu den Toten gesprochen werden könnte (sie würden doch nicht an ihn glauben). Nein! Die Sache ruht völlig bei Allah. Haben denn die Gläubigen nicht (längst) erfahren, dass, hätte Allah Seinen Willen erzwungen, Er sicherlich der ganzen Menschheit hätte den Weg weisen können? Und das Unheil (Alqareáa) wird nicht aufhören, die Ungläubigen zu treffen um dessentwillen, was sie gewirkt, oder sich nahe bei ihren Wohnstätten niederzulassen, bis Allahs Verheißung sich erfüllt. Wahrlich, Allah versäumt die Verheißung nicht.

Unser Erbarmungsvoller Herr lehrt uns in diesem Beispiel, dass Gläubige Menschen nicht auf diejenigen zählen sollten, die Gotteslehre für Lüge erklären oder Seine Lehren falsch auslegen wollen, so wie es ihnen passt. Wir können auch denen, die wir lieben, nicht mit ihrem Vorhaben unterstützen, wenn Gott sie nicht rechtgeleitet hatte. Unser Respekt gilt nicht ihren Ideen und Gedanken, sondern Gottesurteil, den wir annehmen sollten, auch wenn es uns selber manchmal schwer fällt, gegen die eigene Familie für Gottes Sache zu stehen. Wir haben auch über sie nicht zu urteilen, sondern nur ihnen zu sagen, was Gott befohlen hatte, denn der Urteil ihnen nur vom wahren Richter verkündet wird.

101:1 Die Katastrophe (Alqareáah)! 101:2 Was ist die Katastrophe (Alqareáah)? 101:3 Und was lehrt dich wissen, was die Katastrophe (Alqareáah) ist? 101:4 An einem Tage, da die Menschen gleich verstreuten Motten sein werden, 101:5 Und die Berge wie Streichwolle werden. 101:6 Dann wird der, dessen Waage schwer ist, 101:7 Ein angenehmes Leben genießen. 101:8 Der aber, dessen Waage leicht ist, 101:9 wird der Absturz (Hawiya) sein Endziel sein. 101:10 Und was lehrt dich wissen, was der Absturz (Hawiya) ist? 101:11 Es ist ein glühendes Feuer.

Deshalb sollte man den Leugnern niemals einen Gefallen tun, und sich selbst damit belasten. Gottes Wahrheit und Gesetz kommen niemals von Menschen. Salam

1 Kommentar

Freezstriker
24.Jun.2012
Salam Bruder Ayman,

alhamdulilah, als Erstes muss ich sagen, dass es ein Schöner Beitrag ist, aber ich will mein Senf auch noch dazugeben. Ich denke nicht, dass man jetzt "niemals" den Leugnern einen Gefallen tun sollte, denn wenn man etwas gutes tut, ohne sich dabei groß zu belasten im finanziellen Sinne, dann zählt es doch auch zu den SaliHati, die man ja egal wer es ist ausüben sollte. Natürlich muss ich sagen, wenn ich z. B. meinem Bruder ein Spiel gebe und dann selbst zu viel Zeit verschwende, dann ist es nicht gut, aber man ist ein Mensch und macht Fehler, aber jetzt zu sagen, dass man helfe ihm nicht, bei einer schweren Sache, das halte ich für falsch, denn man sollte sich gegenseitig helfen.

Wa salam

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Wer SATT ist, wird NIE einen HUNGERNDEN verstehen.
Es kommt nicht darauf an, wie ALT man ist, sondern WIE man alt ist.
AUFRICHTIGKEIT ist wahrscheinlich die verwegenste Form der TAPFERKEIT.
Ein WAHRHAFT großer Mensch wird weder einen Wurm ZERTRETEN, noch vor dem Kaiser KRIECHEN.
Was Rednern an TIEFE fehlt, ersetzen sie durch LÄNGE.
Sehnsucht ist das Los des Geistes, der einmal Gottes Schönheit geschaut hat.
Unruhig ist unser Herz, bis es ruht in DIR.
Wandelt mit den FÜßEN auf der ERDE; mit den HERZEN aber seid im HIMMEL.
Bewußt-Sein ist Selbst-Erlebnis durch Selbst-Betrachtung.
Doch die SCHÖPFUNG - bleibt ein WUNDER.
Nur der Schweigende hört.
Suche nicht ANDERE, sondern dich SELBST zu übertreffen.
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Wer sich nicht mehr WUNDERN kann, der ist SEELISCH bereits TOD.
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