Sura 19 (in "Übersetzung des Koran")

Geschrieben von: Hanif, am 02.Jan.2010

Im Namen Gottes des Erbarmers des Gnädigen

  1. K.H.Y.Å.Ṣ.
  2. In Erwähnung der Barmherzigkeit deines Herrn über seinen Diener Zacharias
  3. Als er seinen Herrn verborgen anrief
  4. Er sagte: Mein Herr, schwach ist mir das Gebein geworden und das Grau des Alters überzog das Haupt. Und niemals wurde ich im Rufen zu dir, mein Herr, belastet
  5. Doch ich mache mir Sorgen um meine Hinterbliebenen nach mir und meine Frau ist unfruchtbar. Deshalb gewähre mir deinerseits einen Vertrauten
  6. Der mich beerbt und von der Sippe Jakobs erbt. Und lass ihn, mein Herr, zufriedenstellend sein
  7. Zacharias! Wir verkünden dir frohes über einen Jungen, dessen Name Johannes sein soll. Wir haben noch nie jemanden zuvor so genannt
  8. Er sagte: Mein Herr, woher soll ich einen Jungen haben, wo meine Frau doch unfruchtbar ist und ich selber ein fortgeschrittenes Alter erreicht habe
  9. Er sagte: Solches sagte dein Herr: Es ist mir ein Leichtes und ich erschuf dich zuvor, wo du noch gar nicht warst
  10. Er sagte: Mein Herr! Schaffe mir ein Zeichen. Er sagte: Dein Zeichen ist, dass du drei volle Nächte nicht zu den Menschen sprechen kannst
  11. Er ging dann aus der Nische heraus zu seinem Volk, wo er ihnen offenbarte, dass sie Tag und Nacht lobpreisen sollen
  12. Du Johannes! Nimm die Schrift an dich mit aller Kraft. Da gaben wir ihm schon als Jüngling Urteilsvermögen
  13. sowie Sanftmut von unsererseits und Reinheit. Und dabei war er achtsam
  14. Auch war er ehrerbietig gegenüber seinen Eltern und er war niemals ein Gewalttätiger, Ungehorsamer
  15. Und der Friede sei mit ihm, an dem Tag als er geboren wurde und an dem Tag, an dem er stirbt und an dem Tag, wenn er lebendig zurückgeschickt wird
  16. Auch Maria sollst du in der Schrift erwähnen, als sie sich von ihren Leuten an eine östliche Stelle zurückzog
  17. Da schirmte sie sich von ihnen ab, worauf wir unseren Geist zu ihr schickten, der sich ihr als vollkommener Mensch darstellte
  18. Sie sagte: Ich nehme Zuflucht bei dem Erbarmer vor dir, wärst du nur achtsam
  19. Er sagt: Ich bin nur der Gesandte deines Herrn, um dir einen reinen Jungen zu gewähren
  20. Sie sagte: Woher soll ich einen Jungen haben, wo ich weder von einem Menschen berührt wurde, noch bin ich eine Unkeusche
  21. Er sagte: Solches sagte dein Herr: Es ist mir ein Leichtes. Und den werden wir zu einem Zeichen für die Menschen machen und als Barmherzigkeit von uns. Und damit ist die Sache vollbracht
  22. Danach war sie mit ihm schwanger, so zog sie sich an eine entlegene Stelle mit ihm zurück
  23. Als ihre Wehen bei dem Stamm einer Palme einsetzten, sagte sie: Wäre ich zuvor gestorben und völlig in Vergessenheit geraten
  24. Da rief er ihr von unten zu: Sei nicht traurig, da dein Herr unter dir Fließendes machte
  25. Schüttle den Stamm der Palme in deine Richtung, so lässt sie frische, reife Datteln auf dich herunterfallen
  26. Dann iss und trink und sei ruhigen Auges. Und wenn du jemanden von den Menschen siehst, dann sag: Ich habe dem Erbarmer ein Fasten gelobt, so werde ich heute mit keinem Menschen sprechen
  27. Sie brachte ihn dann zu ihrem Volk. Sie sagten: Maria! Du bist ja mit etwas Schmachvollem gekommen
  28. Du, Schwester Aarons! Dein Vater war kein schlechter Kerl und deine Mutter war keine Unkeusche
  29. Da deutete sie nur auf ihn. Sie sagten: Wie sollen wir mit jemanden sprechen, der als Kind in der Wiege liegt
  30. Er sagte: Ich bin ein Diener Gottes, der mir die Schrift gewährte und mich als Prophet auserwählte
  31. Und er machte mich gesegnet, wo immer ich bin, und er trug mir den Kontakt und die Verbesserung auf, so lange ich lebe
  32. Auch bin ich ehrerbietig gegenüber meiner Mutter und nie machte er mich zu einem Gewalttätigen, Ungehorsamen
  33. Und der Friede sei mit mir, an dem Tag als ich geboren wurde und an dem Tag, an dem ich sterbe und an dem Tag, wenn ich lebendig zurückgeschickt werde
  34. Das ist Jesus, der Sohn Marias, eine Aussage der Wahrheit, über die sie uneins sind
  35. Es ist nicht Gottes, sich einen Sohn zu nehmen. Gepriesen sei er! Wenn er eine Angelegenheit beschloss, so sagt er zu ihr nur: Sei. Und sie ist
  36. Denn Gott ist mein Herr und euer Herr. Deshalb solltet ihr ihm dienen. Das ist nämlich ein gerader Pfad
  37. Danach waren die Parteien uneins untereinander. So wehe denen, die ableugnend geworden sind, vor dem Erblicken eines gewaltigen Tages
  38. Hören und blicken werden sie an dem Tag, an dem sie zu uns kommen. Doch heute sind die Ungerechten in einem klaren Irrtum
  39. Und warne sie vor dem Tag des Bedauerns, wenn die Sache entschieden ist, während sie in ihrer Sorglosigkeit nicht glauben
  40. Wir sind es, die die Erde und was darüber ist erben. Und zu uns kehren sie zurück
  41. Auch Abraham sollst du in der Schrift erwähnen. Er war ein Glaubwürdiger, ein Prophet
  42. Als er zu seinem Vater sagte: Mein Vater! Warum dienst du dem, der weder hört noch blickt noch dir etwas nützt
  43. Mein Vater! Mir ist vom Wissen zuteil geworden, das dir nicht zuteil wurde. So folge mir, dann leite ich dich einen ausgeglichenen Pfad
  44. Mein Vater! Diene nicht den Satan, denn der Satan rebelliert gegen den Erbarmer
  45. Mein Vater! Ich habe Angst, dass dich die Pein des Erbarmers trifft und du dann dem Satan ein Verbündeter wirst
  46. Er sagte: Lehnst du dich auf gegen meine Götter, Abraham? Wenn du nicht damit aufhörst, dann werde ich dich steinigen. So bleibe mir fern für eine Weile
  47. Er sagte: Friede sei mit dir. Ich werde meinen Herrn um Vergebung für dich bitten, denn er ist huldvoll zu mir
  48. Danach werde ich mich von euch und dem, was ihr anstelle Gottes anruft, fernhalten. Ich rufe zu meinem Herrn, auf dass ich im Rufen meines Herrn nicht unglücklich werde
  49. Als er sie und das, dem sie anstelle Gottes dienten, fernhielt, gewährten wir ihm Isaak und Jakob und wir machten beide zu Propheten
  50. Und wir gewährten ihnen von unserer Barmherzigkeit und verliehen ihnen eine wahrhaftige, hohe Sprache
  51. Auch Moses sollst du in der Schrift erwähnen. Denn er war treu und ein Gesandter, ein Prophet
  52. Und wir riefen ihn von der rechten Seite des Berges und ließen ihn zu einer vertraulichen Unterredung nähertreten
  53. Und wir gewährten ihm aus unserer Barmherzigkeit seinen Bruder Aaron als Propheten
  54. Auch Ismael sollst du in der Schrift erwähnen. Er blieb wahrlich seinem Versprechen treu und war ein Gesandter, ein Prophet
  55. Und er pflegte seinen Leuten den Kontakt und die Verbesserung zu gebieten, und er war bei seinem Herrn wohlgefällig
  56. Auch Idris sollst du in der Schrift erwähnen. Er war ein Glaubwürdiger, ein Prophet
  57. Und wir erhoben ihn zu einer hohen Stelle empor
  58. Das sind diejenigen, denen Gott seine Gunst erwiesen hat unter den Propheten aus der Nachkommenschaft Adams. Und von denjenigen, die wir mit Noah trugen, und aus der Nachkommenschaft Abrahams und Israels, und von denjenigen, die wir rechtgeleitet und erwählt haben. Wenn ihnen die Zeichen des Erbarmers verlesen wurden, fielen sie ehrerbietig und weinend nieder
  59. Nach ihnen kamen dann Nachfahren, die den Kontakt verloren und den Begierden folgten. So werden sie Verirrung vorfinden
  60. Außer demjenigen, der bereut und glaubt und rechtschaffen handelt. Jene werden in den Garten eingehen und ihnen wird nicht das geringste Unrecht geschehen
  61. In die Gärten Edens, die der Erbarmer seinen Dienern in verborgener Weise versprochen hat. Denn sein Versprechen wird bestimmt kommen
  62. Darin hören sie kein Gerede, sondern nur noch Friedliches. Und sie haben dort ihre Versorgung morgens und abends
  63. Das ist der Garten, den wir demjenigen unserer Diener vererben, der achtsam war
  64. Und wir kommen nur auf Befehl deines Herrn herab. Ihm gehört, was vor uns und was hinter uns und was dazwischen liegt, denn Dein Herr ist gewiss kein Vergesslicher
  65. Der Herr der Himmel und der Erde und dessen, was zwischen ihnen ist. So diene Ihm und sei geduldig in seinem Dienst. Weißt du etwa einen, der ihm namensgleich wäre
  66. Und der Mensch sagt: Wenn ich dann sterbe, werde ich dann lebendig hervorgebracht werden
  67. Bedenkt der Mensch nicht, dass wir ihn, der ein Nichts war, zuvor erschufen
  68. Doch, bei deinem Herrn, wir werden sie versammeln, auch die Satane. Danach werden wir sie um die Hölle kriechend bringen
  69. Hierauf werden wir aus jeder Gruppe denjenigen herausnehmen, der sich dem Erbarmer am heftigsten widersetzte
  70. Dann sind wir es, die über diejenigen Bescheid wissen, die am ehesten verdienen, ihr ausgesetzt zu sein
  71. Und es gibt keinen unter euch, der nicht daran vorbeigehen würde. Dies ist bei deinem Herrn sicherlich vollbracht
  72. Hierauf erretten wir diejenigen, die achtsam waren und lassen die Ungerechten darin kriechend zurück
  73. Und wenn ihnen unsere Zeichen als klare Beweise verlesen werden, sagen diejenigen, die geleugnet haben, zu denen, die glauben: Welcher der beiden Gruppen hat eine bessere Stellung und eine schönere Gesellschaft
  74. Und wie viele Generationen vernichteten wir vor ihnen, die besser an Ausstattung und Aussehen waren
  75. Sage: Wer sich im Irrtum befindet, den lässt der Erbarmer so lange gewähren, bis sie dann das sehen, was ihnen versprochen wurde, entweder die Qual oder die Stunde. Da werden sie wissen, wer sich in der schlechteren Lage befindet und die schwächere Heerschar hat
  76. Und Gott mehrt denjenigen, die rechtgeleitet sind, ihre Rechtleitung. Und die bleibenden, rechtschaffenen Werke sind besser bei deinem Herrn und eine bessere Rückgabe
  77. Siehst du den, der unsere Zeichen ableugnete, und sagte: Mir werden gewiss Vermögen und Kinder zuteil
  78. Hat er etwa Einblick in das Verborgene gewonnen, oder hat er von dem Erbarmer ein Versprechen entgegengenommen
  79. Nein! Wir werden das aufschreiben, was er sagt, und wir dehnen ihm die Spanne der Qual aus
  80. Dann lassen wir ihn erben, was er sagt. Darauf kommt er als Einzelner zu uns 
  81. Und sie haben sich anstelle Gottes Götter genommen, damit sie ihnen zu Ehre gereichen
  82. Nein! Sie werden ihren Dienst verleugnen und sich ihnen entgegenstellen
  83. Siehst du denn nicht, dass wir die Satane über die Ableugner kommen lassen, um sie ständig aufzustacheln
  84. Darum habe es nicht eilig gegen sie, denn wir zählen ihnen ihre genaue Zeit
  85. Am Tag, an dem wir die Achtsamen in Strömen zu dem Erbarmer versammeln
  86. und die Verbrecher nacheinander zur Hölle treiben,
  87. Sie besitzen die Fürsprache nicht, außer dem, der von dem Erbarmer ein verbindliches Versprechen erhalten hat
  88. Und sie sagen, der Erbarmer hätte sich ein Kind genommen
  89. Ihr habt ja etwas Abscheuliches dahergebracht
  90. Beinahe würden davon die Himmel zergehen, die Erde zersplittern und die Berge in Trümmern zerfallen,
  91. dass sie dem Erbarmer ein Kind zuschreiben
  92. Dabei gebührt es dem Erbarmer nicht, dass er sich ein Kind nimmt
  93. Da ist keiner in den Himmeln noch auf der Erde, der dem Erbarmer anders, als als Diener kommen wird
  94. Er hat sie ja erfasst und genau aufgezählt
  95. Und am Tag der Auferstehung werden sie alle einzeln zu ihm kommen
  96. Jenen, die glaubten und das Rechtschaffene taten, wird der Erbarmer sich zuneigen
  97. Wir haben ihn leicht gemacht in deiner Muttersprache, um damit den Achtsamen die frohe Botschaft zu verkünden und streitsüchtige Leute zu warnen
  98. Und wie viele Generationen haben wir vor ihnen vernichtet! Nimmst du noch irgendjemanden von ihnen wahr, oder hörst du von ihnen noch den geringsten Laut

(Index der Koranübersetzungen)

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Wer SATT ist, wird NIE einen HUNGERNDEN verstehen.
Es kommt nicht darauf an, wie ALT man ist, sondern WIE man alt ist.
AUFRICHTIGKEIT ist wahrscheinlich die verwegenste Form der TAPFERKEIT.
Ein WAHRHAFT großer Mensch wird weder einen Wurm ZERTRETEN, noch vor dem Kaiser KRIECHEN.
Was Rednern an TIEFE fehlt, ersetzen sie durch LÄNGE.
Sehnsucht ist das Los des Geistes, der einmal Gottes Schönheit geschaut hat.
Unruhig ist unser Herz, bis es ruht in DIR.
Wandelt mit den FÜßEN auf der ERDE; mit den HERZEN aber seid im HIMMEL.
Bewußt-Sein ist Selbst-Erlebnis durch Selbst-Betrachtung.
Doch die SCHÖPFUNG - bleibt ein WUNDER.
Nur der Schweigende hört.
Suche nicht ANDERE, sondern dich SELBST zu übertreffen.
Man muss etwas Neues machen, um etwas Neues zu sehen.
Jede Weisheit ist ein Geschenk Gottes
Wer sich nicht mehr WUNDERN kann, der ist SEELISCH bereits TOD.
Menschen wünschen sich Geduld, aber so schnell wie möglich