Ein früheres Manuskript des Korans aus Taschkent, Usbekistan, vom 2. Jahrhundert n.H. (in "Alte Manuskripte")

Geschrieben von: Hanif, am 30.Sep.2007

 

 

 

 

 

 

 

Ein Paar Bilder des koranischen Manuskriptes aus Taschkent, Usbekistan, zugeschrieben auf den Kalifen ‘Uthman.

  1. Das Manuskript ist sehr zerbrechlich. Deshalb wurde es in einem Schrank aufbewahrt, um Schaden vorzubeugen,
  2. eine nähere Betrachtung des Manuskriptes im Inneren des Schrankes,
  3. eine Kopie des Originals ist für Leser zum Studieren vorhanden,
  4. das gleiche
  5. eine Reproduktion des Manuskriptes und
  6. das gleiche
  7. Vorlage des gleichen Manuskriptes, das aus Nordafrika stammt.

Datierung

2tes Jahrhundert n.H. oder 8tes Jahrhundert n.C.

Shebunin datierte dieses Manuskript auf das spätere erste Jahrhundert / Anfang des 2ten Jahrhunderts n.H. zurück. Auf der Basis der Orthographie, die 1905 zur Reproduktion alter Manuskripte diente, datierte sie Jeffrey auf das 9. Jahrhundert. Später teilte Déroche ein Datum, das auf die 2. Hälfte des 8. Jahrhunderts zurückgeht, zu. Die Carbon-Nachweise der Manuskripte wurden später von Oxford getragen. Das Resultat wies zu 68% auf ein Datum zwischen 595 und 855 n.C., wobei Rezvan notierte, dass das paläographische Datum der Manuskripte eine Datierung beinhaltet, die auf das 8./9. Jahrhundert n.C. zurückgeht.

Auch die Datierungen, die durch die Radiokarbon-Tests herausgebracht worden sind, sind kein sicherer Beweis, dass die Manuskripte in der Zeit von Uthman produziert wurden. Die paläographischen Studien ergab ein Datum, das auf das 8. Jahrhundert n.C. deutet (2. Jahrhundert n.H).

 

Größe

55 cm x 70 cm; bedingt durch die Vorlagen, können Länge und Breite einige Zentimeter Unterschiede haben. Die Reproduktion aus dem Jahre 1905 ist 50 cm x 67 cm und der geschriebene Text beträgt einen Durchschnitt von 50 cm x 44 cm. Es sind ungefähr 250 Originalvorlagen vorhanden.

 

Schrift u. Verzierung

Kufischer Stil.

Es ist ein massives Manuskript des Koran auf Velin (Schreibpergament), zeigt die Texte in kufischem Stil und ohne diakritische Zeichen (Punktzeichen in den semitischen Sprachen zur Differenzierung von ähnlichen Buchstaben) und Verzierungen. Die Endungen der Verse sind durch kleine diagonale Linien gekennzeichnet und der zehnte Vers ist durch ein quadratisches Medaillon geschmückt – in Blau-, Grün-, Rot- und Manganfarben mit einem sternenförmigen Design. Das Pergament wurde mit dem Alter etwas spröde. Deshalb gibt es Einschränkungen im Bezug auf die Besichtigung des Originals, um sie vor dem Licht zu schützen. Stattdessen darf eine Reproduktion des Originals besichtigt werden.

Eine der drei hergestellten Reproduktionen des "Uthman Koran" befindet sich in Taschkent – Usbekistan. Später im 19ten Jahrhundert befand sich das Manuskript in St. Petersburg in Russland, wo es von dem russischen Orientalist A. F. Shebunin studiert wurde und im Jahre 1905 wurde davon eine Reproduktion veröffentlicht. Während dieser Zeit wurden in Petersburg Teile aus dem Manuskript getrennt und endeten nachträglich unter der Ausarbeitung von Christie, die in einigen Vorlagen von Sam Fogg´s Kollektion der islamischen Kunst (Sam Fogg´s collection of Islamic art) gezeigt wurden. Diese Vorlagen kamen aus Nordafrika. Die außergewöhnliche Größe dieser Vorlagen ist einmalig im Vergleich zu Publikationen der westlichen Welt. Die Vorlagen des Taschkent Manuskriptes wurden bei Christie´s (London) als Lot Nummer 225, 225a am 22. Oktober 1992 und Lot Nummer 29, 30 am 21. Oktober 1993, verkauft. Im Jahre 2000 und 2003 erschienen weitere Vorlagen in Sam Fogg´s islamische Manuskripte / islamisches Kalligraphiekatalog (Sam Fogg´s Islamic Manuscripts / Islamic Calligraphy catalogues).

Im Jahre 1940 veröffentlichte Mendelsohn Notizen an der Columbia Universität über den (Samarkand) Taschkent-Koran. Einige Jahre später besprachen Jeffery und Medelsohn die Orthographie dieses Manuskriptes.

Dieses Manuskript ist auch bekannt als Samarkand Manuskript.

Lokalisierung

Taschkent, Usbekistan.

Wissenwertes

Wir bedanken uns herzlich bei "Memory Of The World", UNESCO, für die Bilder und Manuskripte.


Referenzen

Memory Of The World: Sana Manuskripte, CD-ROM Präsentation, UNESCO.

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