Salomo’s Wiedehopf (in "Für unsere Kleinen")

Geschrieben von: Hanif, am 12.Feb.2008

Im Namen Gottes Des Erbarmers Des Gnädigen

König Salomo, der Wiedehopf und die Königin von Saba

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2.Chronik 1, Vers 1 Und Salomo, der Sohn Davids, wurde mächtig in seinem Königtum und der HERR, sein Gott, war mit ihm und machte ihn immer größer Quran 27:15 Und wahrlich, Wir gaben David und Salomo Wissen, und beide sagten: "Alles Lob gebührt Gott, Der uns erhöht hat über viele Seiner gläubigen Diener."

Unser allwissender Gott schenkte dem König Salomo Einsicht in viele Bereiche des Lebens. Er konnte mit der Ermächtigung Gottes ganz außergewöhnliches vollbringen und er lobpreiste Gott gemeinsam mit den Bergen, wie er es von seinem Vater, dem König David gelernt hatte.

Salomo konnte die Winde treiben lassen, wohin immer er wollte. Er konnte mit den Tieren sprechen und gemeinsam dienten sie unserem Gott und Schöpfer. Er hatte auch große Macht über die Wesen der Unterwelt erhalten. Auch diese Wesen dienten unter seiner Anweisung dem Wohle der Menschen, im Namen Gottes. Der Prophet Salomo war überdies ein großartiger Mensch. Er war reichlich gesegnet mit einem überaus starken Sinn für Gerechtigkeit. Auch liebte Salomo Gott so sehr, dass er immer und immer wieder darauf achtete, sein Wissen niemals für schlechte Dinge zu nutzen. Und eben weil er ein so außergewöhnlicher Mensch und Prophet war, liebten ihn die Menschen sehr und waren wohl zufrieden mit ihm.

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Unter seiner Herrschaft waren es vor allem die Vögel, welchen eine besondere Aufgabe zukam. Sie waren für das Überbringen von Nachrichten verantwortlich. Sie kamen in regelmäßigen Abständen zum Propheten und informierten ihn über die Lage seiner Ländereien. Durch diese Boten war es ihm möglich, immer den Überblick über sein Land zu wahren und dafür zu sorgen, dass kein Teil seines Reiches vernachlässigt wurde.

Es gab einen vereinbarten Zeitpunkt zudem sich die Vögel allesamt beim König einfanden um zu berichten, was sie sahen und hörten. Eines Tages als ein großes Treffen beim König bevor stand und sich bereits alle Vögel eingefunden hatten, fehlte ein sehr wichtiger unter ihnen. Es war der Wiedehopf. Nirgendwo war er aufzufinden und niemand wusste über seinen Verbleib bescheid. Der König dachte daran, dass ihm der Wiedehopf seinen Gehorsam verweigerte und fragte die anwesenden Vögel: Aus dem Quran, Sura 27 Vers 20 und 21 "Wie kommt es, das ich den Wiedehopf nicht sehe? Ist er abwesend?" "Ich werde ihn gewiss mit strenger Strafe bestrafen, oder ich werde ihn töten, es sei denn, er bringt mir einen triftigen Grund vor."

Der Wiedehopf kam aus weiter Ferne auf die Versammlung zugeflogen und die Vögel beeilten sich, ihn zu warnen. Der Wiedehopf aber achtete gar nicht auf die Zurufe der anderen Vögel und flog direkt zu seinem König. Er setze sich neben ihn und sprach nach einer kurzen Verschnaufpause.

"Oh weiser König! Ich erblickte etwas, was du nicht erblicken konntest. Ich flog nämlich weit über die Länder bis zur Stadt Saba. Dort fand ich ein Volk, das von einer mächtigen Frau regiert wird. Sie und ihr Volk bekamen viele Reichtümer von ihrem Herrn, aber denen war es lieber, sich in Anbetung vor der Sonne zu beugen. Oh weiser König, wenn diesem Volk nicht geholfen wird, dann bleibt es in seinem Irrtum und findet nie den richtigen Weg zum wahren, und einzigen Gott!"

Salomo dachte über die Worte des Wiedehopfs nach und sprach: "Gut, ich werde ja sehen, ob du die Wahrheit sagst. Du bekommst von mir eine Schriftrolle. Diese überbringst du der Königin und . Ich möchte, dass du beobachtest, wie sie auf die Botschaft reagiert. Es soll aber niemand deine Anwesenheit bemerken, also sei vorsichtig.“ Der Wiedehopf tat, was sein Herr von ihm verlangte. Er brachte die Schriftrolle zur Königin von Saba. Sie war sehr erstaunt über den Besuch dieses schönen Vogels, nahm seine Nachricht aber ohne Zögern entgegen.

Als die Königin den Brief las, befahl sie alsbald ihre Wesire und Berater zu sich. Sie sagte als alle versammelt waren: “Mein Volk! Mir ist eine Nachricht überliefert worden. Sie wurde vom König Salomo verfasst und sie beginnt mit den Worten: IM NAMEN GOTTES, DES GNÄDIGEN, DES ERBARMERS! Der König fordert uns darin auf nicht überheblich zu sein und er sagt, wir sollen uns ergeben. Meine Berater sagt mir bitte, was ich machen soll. Wir müssen weise entscheiden, sonst geraten wir am Ende alle in einen Konflikt, der uns womöglich nur Schaden bringen kann."

Die Berater schauten sich gegenseitig an und meinten, dass sie genug Macht hätten, den Krieg gegen Salomo und seine Armee aufzunehmen. So dies der Wunsch der Königin sei.

Die intelligente Königen schaute nachdenklich aus dem Fenster und blickte auf ihre schöne Stadt. Sie sagte: "Eins wissen wir alle. Wir wissen nur allzu genau was Könige imstande sind mit einer Stadt und ihrem Volk anzustellen, wenn sie siegreich sind. Ich glaube, dass diese Lage sehr gefährlich sein könnte, wenn wir unüberlegt eine voreilige und falsche Entscheidung treffen. Ich werde ihnen ein Geschenk zukommen lassen, dann werde ich sehen, womit die Entsandten zurückkommen."

Als der Bote der Königin voll beladen mit Geschenken bei Salomon eintraf, wusste dieser bereits bescheid, dass sie vorhatte, ihn mit Geschenken zu überhäufen. Es war der Wiedehopf. Er gab seine Informationen an den König weiter. Salomo, welcher gar kein Interesse an den Geschenken hatte sondern die Königin und ihr Volk nur einladen wollte sich Gott alleine zuzuwenden, gab dem Boten der Königin von Saba klare Worte mit auf seine Heimreise. Er sagte: „Ihr wollt mir mit Geld beistehen? Aber das, was mir Gott zukommen ließ, ist besser als das, was Er euch zukommen ließ. Nein, ihr seid es, die ihr euch über euer Geschenk freut. Geh wieder zu deiner Königin und berichte ihr, dass wir zu euch kommen werden um euch, uns untertan zu machen. Und sag deiner Königin, dass wir euch mit Sicherheit besiegen werden. “ Salomo wusste natürlich, dass sich die Königin selbst auf den Weg machen werde um ihn zu sprechen, wenn sie die Worte des Boten zu hören bekommt. Und wirklich: Die Königin der Sabaier konnte auf diese Nachricht keine bessere Lösung als jene finden, selbst zum König Salomo zu reisen.

In der Zwischenzeit aber ließ der König Salomo ein Wunderzeichen für die Königin geschehen. Er fragte seine Entscheidungsträger wer wohl so weise sei, den Thron der Königin in seinen Palast zu bringen. Ein sehr großer und starker Dschinn ja ein Riese sogar, meldete sich mit den Worten: "Ich will ihn dir bringen, ehe du dich von deinem Feldlager erhebst; wahrlich, ich habe die Stärke dazu und bin vertrauenswürdig!“ Es kam aber anders. Ein Wissender Mensch, ein Kenner der Schrift vermochte es, den Thron innerhalb eines einzigen Augenzwinkerns, in den Palast des Königs zu holen. Und so geschah es. Salomo ließ den Thron der Königin umgestalten, damit man ihn nicht mehr gleich beim aller erstenmal hinsehen, als den Thron der Königin von Saba, erkennen konnte. Er wollte sehen, ob ihn die Königin erkennen würde und ob sie somit zu jenen Menschen zu zählen sei, welche bereit sind an Wunderzeichen zu glauben.

Als die Königin im Palast Salomo´s eintraf, fiel ihr Blick sogleich auf ihren Thron. Salomo fragte sie, ob dieser hier ähnlich ihres Thrones sei. Sie blickte erstaunt auf den ihr wohl vertrauten Thron und sagte: "Als ob dies tatsächlich mein eigener Thron wäre." Salomo lächelte denn er verstand wohl, dass die Königin bereits unter jenen war, welche sich Gott ergeben mochten. Salomon forderte sie auf in seinen Palast einzutreten. Die Königin blickte auf den Boden des Raumes, und sie machte ihre Füße frei denn sie vermutete tiefes Wasser. Salomon klärte sie auf und sagte ihr, dass sie sich in einem Bauwerk aus Glas befände. Als sie ihren Irrtum bemerkte, erkannte sie, dass Gott sie durch die Wunderzeichen auf den rechten Weg führen wollte. So bedauerte sie ihre Fehler. Ihre Worte finden wir im Quran, Sure 27,Vers 44. Sie sagte: “Mein Herr, ich habe mir selbst Unrecht getan. Und ich ergebe mich, zusammen mit Salomo Gott, dem Herrn der Welten.“

Und so war es in unserer Geschichte der schöne Wiedehopf welcher im Dienste Salomons stand und im Namen Gottes allen voran, der Königin von Saba zum gewinnbringenden Glauben verhalf. Denn was sie vom rechten Wege abgehalten hatte, das war der Dienst, den sie der Sonne als Götze anstatt Gott erwies. Gott beschützt und führt uns Menschen und passt immer auf all seine Diener auf. Und somit brauchen wir uns gar nicht zu fürchten denn Gott ist bei uns.

* Im Namen Gottes Des Gnädigen Des Erbarmers *

* 27:15 * Und Wir ließen David und Salomo Wissen zukommen. Und sie sagten: »Lob sei Gott, der uns vor vielen seiner gläubigen Diener bevorzugt hat!«

* 27:16 * Und Salomo beerbte David. Und er sagte: »O ihr Menschen, uns ist die Sprache der Vögel gelehrt worden, und uns wurde von allen Dingen zugeteilt. Das ist wahrlich die offenkundige Huld (Gottes).«

* 27:17 * Und versammelt wurden dort vor Salomo dessen Heerscharen der Dschinn und Menschen und Vögel, und sie waren in geschlossene Abteilungen geordnet,

* 27:18 * Als sie dann zum Ameisental kamen, sagte eine Ameise: »O ihr Ameisen, geht in eure Wohnungen hinein, daß euch nicht Salomo und seine Truppen zermalmen, ohne es zu merken.«

* 27:19 * Da lächelte er erheitert über ihre Rede und sagte: »Mein Herr, gib mir ein, für deine Gnade zu danken, mit der Du mich und meine Eltern begnadet hast, und etwas Gutes zu tun, das Dir wohlgefällt. Und laß mich durch deine Barmherzigkeit eingehen in die Reihen deiner rechtschaffenen Diener.«

* 27:20 * Und er schaute bei den Vögeln nach Vermißten. Da sagte er: »Wie kommt es, daß ich den Wiedehopf nicht sehe? Befindet er sich etwa unter den Abwesenden?

* 27:21 * Wahrlich, ich werde ihn mit einer harten Pein peinigen. Oder ich werde ihn wahrlich schlachten, es sei denn, er bringt mir eine offenkundige Ermächtigung.«

* 27:22 * Er blieb nicht lange. Da sagte er: »Ich habe erfaßt, was du nicht erfaßt hast. Und ich bringe dir aus Saba eine sichere Nachricht.

* 27:23 * Ich habe herausgefunden, daß eine Frau über sie herrscht, daß ihr von allen Dingen zugeteilt worden ist, und daß sie einen gewaltigen Thron hat.

* 27:24 * Und ich habe herausgefunden, daß sie und ihr Volk vor der Sonne niederfallen, statt vor Gott. Und der Satan hat ihnen ihre Werke verlockend gemacht und sie vom Weg abgewiesen, so daß sie der Rechtleitung nicht folgen,

* 27:25 * (dies), damit sie nicht vor Gott niederfallen, der das Verborgene in den Himmeln und auf der Erde herausbringt und weiß, was ihr verbergt, und was ihr offenlegt.

* 27:26 * Gott, es gibt keinen Gott außer Ihm, dem Herrn des majestätischen Thrones.«

* 27:27 * Er sagte: »Wir werden schauen, ob du die Wahrheit sagst oder ob du zu den Lügnern gehörst.

* 27:28 * Geh mit diesem meinem Schreiben und überbring es ihnen. Dann kehr dich von ihnen ab und schau, was sie erwidern.«

* 27:29 * Sie sagte: »O ihr Vornehmen, mir ist ein edles Schreiben überbracht worden.

* 27:30 * Es ist von Salomo. Und es lautet: »Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Barmherzigen.

* 27:31 * Seid mir gegenüber nicht überheblich und kommt ergeben zu mir.««

* 27:32 * Sie sagte: »O ihr Vornehmen, gebt mir Auskunft über meine Angelegenheit. Ich entscheide ja keine Angelegenheit, es sei denn in eurer Gegenwart.«

* 27:33 * Sie sagten: »Wir besitzen eine Streitmacht und besitzen eine starke Schlagkraft. Aber dir gehört es, zu befehlen. So sieh zu, was du befehlen willst.«

* 27:34 * Sie sagte: »Wenn Könige eine Stadt betreten, stürzen sie sie ins Unheil und machen die Mächtigen unter ihren Bewohnern zu gedemütigten (Menschen). Ja, so handeln sie.

* 27:35 * Ich werde (Leute) zu ihnen schicken mit einem Geschenk, und dann werde ich abwarten, was die Boten (für eine Antwort) zurückbringen.«

* 27:36 * Als er zu Salomo kam, sagte dieser: »Ihr wollt mir mit Geld beistehen? Aber das, was mir Gott zukommen ließ, ist besser als das, was Er euch zukommen ließ. Nein, ihr seid es, die ihr euch über euer Geschenk freut.

* 27:37 * Kehr zu ihnen zurück. Wahrlich, wir werden zu ihnen mit Truppen kommen, denen sie nichts entgegenzusetzen haben. Und wahrlich, wir werden sie aus ihrer Stadt vertreiben als Gedemütigte und Erniedrigte.«

* 27:38 * Er sagte: »O ihr Vornehmen, wer von euch bringt mir ihren Thron, bevor sie ergeben zu mir kommen?«

* 27:39 * Ein listiger Kraftprotz unter den Djinn sagte: »Ich bringe ihn dir, bevor du dich von deiner Stelle erhebst. Und ich habe gewiß die Stärke dazu, und ich bin vertrauenswürdig.«

* 27:40 * Der, der Wissen aus dem Buch besaß, sagte: »Ich bringe ihn dir, bevor dein Blick zu dir zurückkehrt.« Als er ihn da bei sich stehen sah, sagte er: »Dies ist von der Huld meines Herrn, damit Er mich prüft, ob ich dankbar oder undankbar bin. Und wer dankbar ist, ist dankbar zu seinem eigenen Vorteil. Und wenn einer undankbar ist, so ist mein Herr auf niemanden angewiesen und freigebig.«

* 27:41 * Er sagte: »Macht ihr ihren Thron unkenntlich, wir wollen schauen, ob sie der Rechtleitung folgt oder ob sie zu denen gehört, die der Rechtleitung nicht folgen.«

* 27:42 * Als sie kam, wurde (zu ihr) gesagt: »War dein Thron so?« Sie sagte: »Es ist so, als wäre er es. Und uns wurde schon vor dem das Wissen zuteil, und wir waren gottergeben.«

* 27:43 * Und abgewiesen hat sie, was sie anstelle Gottes verehrte. Sie gehörte ja zu ungläubigen Leuten.

* 27:44 * Es wurde zu ihr gesagt: »Tritt in den offenen Hochbau ein.« Als sie ihn sah, hielt sie ihn für ein tiefes Wasser und entblößte ihre Beine. Er sagte: »Es ist ein mit Glas ausgelegter Hochbau.« Sie sagte: »Mein Herr, ich habe mir selbst Unrecht getan. Und ich ergebe mich, zusammen mit Salomo, Gott, dem Herrn der Welten.«

2 Kommentare

Hanif
12.Sep.2011
Salam Chadiga

Es ist ein lebenesischer Zeichner: Helmi Altouni
Wir haben das Material für Kinder gemacht auf unserer Seite "KIDS.ALQURAN". hier ist noch eine andere Illustration über den Propheten Saleh http://kids.alquran.eu/?p=21

Salam

Reply to Hanif

CHADIGA
11.Sep.2011
WOW.ist wunderschoen !

! inhaltlich und kuenstlerisch!!!kompliment..wer hat die wunderschoenen illustrationen gemacht?salam

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Wer SATT ist, wird NIE einen HUNGERNDEN verstehen.
Es kommt nicht darauf an, wie ALT man ist, sondern WIE man alt ist.
AUFRICHTIGKEIT ist wahrscheinlich die verwegenste Form der TAPFERKEIT.
Ein WAHRHAFT großer Mensch wird weder einen Wurm ZERTRETEN, noch vor dem Kaiser KRIECHEN.
Was Rednern an TIEFE fehlt, ersetzen sie durch LÄNGE.
Sehnsucht ist das Los des Geistes, der einmal Gottes Schönheit geschaut hat.
Unruhig ist unser Herz, bis es ruht in DIR.
Wandelt mit den FÜßEN auf der ERDE; mit den HERZEN aber seid im HIMMEL.
Bewußt-Sein ist Selbst-Erlebnis durch Selbst-Betrachtung.
Doch die SCHÖPFUNG - bleibt ein WUNDER.
Nur der Schweigende hört.
Suche nicht ANDERE, sondern dich SELBST zu übertreffen.
Man muss etwas Neues machen, um etwas Neues zu sehen.
Jede Weisheit ist ein Geschenk Gottes
Wer sich nicht mehr WUNDERN kann, der ist SEELISCH bereits TOD.
Menschen wünschen sich Geduld, aber so schnell wie möglich