{"id":122,"date":"2011-03-16T16:27:00","date_gmt":"2011-03-16T16:27:00","guid":{"rendered":"http:\/\/hanif.de\/?p=122"},"modified":"2022-10-11T16:32:33","modified_gmt":"2022-10-11T16:32:33","slug":"erben-oder-vererben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hanif.de\/?p=122","title":{"rendered":"Erben oder vererben"},"content":{"rendered":"\n<p>\u0628\u0633\u0645 \u0627\u0644\u0644\u0647 \u0627\u0644\u0631\u062d\u0645\u0646 \u0627\u0644\u0631\u062d\u064a\u0645<\/p>\n\n\n\n<p>Im Namen Gottes Des Erbarmers Des Gn\u00e4digen<\/p>\n\n\n\n<p>Salam<\/p>\n\n\n\n<p>Laut Geschichte sehen wir hier \u201cDie arabischen Buchstaben und deren Vokalisierung\u201d, dass diakritische Zeichen erst im 9 Jahrhundert von dem Poeten Abou Alaswad Aldoualy im Auftrag des Omayyaden Kalifats erfunden worden sind. Man hat bef\u00fcrchtet, dass die Bev\u00f6lkerung der neuen L\u00e4nder, die sp\u00e4ter der islamischen Dynastie angeh\u00f6rten, den Sinn mancher W\u00f6rter durch falsches Aussprechen verdrehen. Durch die diakritischen Zeichen schuf man eine einheitliche Lesart bzw. ein einheitliches Verst\u00e4ndnis des gleichen Textes im gesamten islamischen Gebiet.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Die diakritischem Zeichen im Arabischen sind kleine Zeichen, so genannte Harakats \u062d\u0631\u0643\u0627\u062a, die als Hilfsmittel zu Vokalisierung der arabischen Buchstaben dienen.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Wir zweifeln auf keinen Fall an der Ehrlichkeit des Erfinders dieses Systems, doch die Frage, ob die Vokalisierung bzw. das Aussprechen der W\u00f6rter in allen Einzelheiten so stimmt, wie sie Abou Alaswad Aldoualy festgesetzt hatte, besch\u00e4ftigt uns noch.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Artikel &#8220;<a href=\"http:\/\/openquran.de\/?p=442\"><strong>Alkohol oder Zucker<\/strong><\/a>&#8221; haben wir versucht aus der Logik der Verse zu veranschaulichen, dass ein einziger Vokal den Sinn eines Verses v\u00f6llig verfremdet, so dass man etwas anderes versteht als das, was der Vers aussagt.<\/p>\n\n\n\n<p>Vers 80 in Sura Maria Nr. 19<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend unserer \u00dcbersetzungsarbeit in Sura 19, ist uns Vers 80 aufgefallen, der von allen \u00dcbersetzern in einer fremdartiger Weise wiedergegeben wurde. Hier zeigen wir den Vers, wie wir ihn \u00fcbersetzt haben und auch die Gr\u00fcnde f\u00fcr unser Verst\u00e4ndnis des Verses auf dieser Art und Weise.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>19:80<\/strong> Dann lassen Wir ihn erben, was er sagt. Darauf kommt er als Einzelner zu Uns<\/p>\n\n\n\n<p>Und hier stellen wir 6 verschiedene \u00dcbersetzungen, um vergleichen zu k\u00f6nnen, wie wir es genau gemeint haben.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>Adel Khoury<br><em>Und Wir erben von ihm das, wovon er spricht. Und allein kommt er zu Uns.<\/em><\/p><p>Zaidan<br><em>Und WIR werden ihm das wegnehmen, wor\u00fcber er sprach. Auch wird er ja ohnehin alleine zu Uns kommen!<\/em><\/p><p>Bubenheim<br><em>Und Wir erben von ihm das, was er sagt, w\u00e4hrend er einzeln zu Uns kommt.<\/em><\/p><p>Rasul<\/p><p><em>Und Wir werden all das von ihm erben, wovon er redet, und er wird allein zu Uns kommen.<\/em><\/p><p>Azhar<\/p><p><em>Wir werden ihm alles abnehmen, wovon er spricht, und er wird am J\u00fcngsten Tag allein vor Uns erscheinen.<\/em><\/p><p>Paret<br><em>Und wir werden von ihm erben, was er sagt (da\u00df er bekommen werde). Und er wird einzeln zu uns (zum Gericht) kommen.<\/em><\/p><p>Ahmadyya<br><em>Und Wir werden all das von ihm erben, wovon er redet, und er wird allein zu Uns kommen.<\/em><\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Ich m\u00f6chte niemandem vorwerfen, dass er etwas wiedergibt, das dem Original nicht entspricht. Vielmehr will ich sagen, dass man zu intensiv an den diakritischen Zeichen festh\u00e4lt, auch wenn man den Sinn darin nicht zu erfassen vermag. Das Problem liegt unser Meinung nach am Zeichen (Fatha), das \u00fcber dem Buchstaben N im ersten Wort gesetzt ist.<\/p>\n\n\n\n<p>\u0648\u064e\u0646\u064e\u0631\u0650\u062b\u064f\u0647\u064f \u0645\u064e\u0627 \u064a\u064e\u0642\u064f\u0648\u0644\u064f \u0648\u064e\u064a\u064e\u0623\u0652\u062a\u0650\u064a\u0646\u064e\u0627 \u0641\u064e\u0631\u0652\u062f\u064b\u0627<\/p>\n\n\n\n<p>Das diakritische Zeichen (Fatha) \u00fcber dem N-Buchstaben ver\u00e4nderte den Sinn des Verses in einer Art und Weise, dass der Vers von den \u00dcbersetzern nicht anders wiederzugeben war. W\u00fcrden wir den Vers wortw\u00f6rtlich mit diesem diakritischen Zeichen \u00fcbersetzen, dann w\u00fcrde ein grammatikalischer Fehler bzw. Fehler in der Logik des Satzes erscheinen:<\/p>\n\n\n\n<p>Dann erben wir ihn, was er sagt, und danach kommt er einzeln zu uns.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie man hier sieht, ist die Aussage des Satzes unklar im Bezug auf Grammatik und auch auf den Sinn, der uns vermittelt wird. Aber so \u00e4hnlich haben die \u00dcbersetzer gehandelt, wobei sie die Grammatik so hingeb\u00fcgelt haben, dass es passt, nur der Sinn bleibt immer noch unklar: Warum die Aussagen eines Ungl\u00e4ubigen von den Engeln geerbt werden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Statt Fatha ein Dammah<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wir haben, Gott sei Dank, diese Einstellung bemerkt, da wir in unserem Quran-Program (<a href=\"http:\/\/www.alquran.eu\">Alquran.eu<\/a>) jegliche diakritischen Zeichen entfernt haben und die Texte so belassen, wie sie mal waren, bevor die diakritischen Zeichen zum Koran zugef\u00fcgt worden sind. Auf diese Art und Weise haben wir beim Lesen der Texte mehr Freiheit im Bezug auf Sinn und Grammatik der heiligen Schrift, ohne uns an die Regeln (diakritische Zeichen) zu begrenzen. Denn eine Kleine \u00c4nderung mit einem einzigen diakritischen Zeichen w\u00fcrde dazu f\u00fchren, dass der Satz auf einmal verst\u00e4ndlich und auch richtig ist:<\/p>\n\n\n\n<p>\u0648\u064e \u0646\u064f\u0631\u0650\u062b\u064f\u0647\u064f \u0645\u064e\u0627 \u064a\u064e\u0642\u064f\u0648\u0644\u064f \u0648\u064e\u064a\u064e\u0623\u0652\u062a\u0650\u064a\u0646\u064e\u0627 \u0641\u064e\u0631\u0652\u062f\u064b\u0627<\/p>\n\n\n\n<p>Der Vers ist jetzt auch bei einer wortw\u00f6rtlichen \u00dcbersetzung leicht zu verstehen:<\/p>\n\n\n\n<p>Dann lassen Wir ihn erben, was er sagt. Darauf kommt er als Einzelner zu Uns<\/p>\n\n\n\n<p>Beim Vers geht es darum, dass manche Leute von sich selbst \u00fcberzeugt sind und dass sie meinen, die Zukunft im Griff zu haben, Verm\u00f6gen und Nachfahren zu haben, ohne darauf zu achten, dass sie alleine nicht f\u00e4hig sind, etwas zu schaffen. Man verg\u00f6ttert sich in seiner Selbstverherrlichung und spricht die Unwahrheit, bis der Tag kommt, an dem ihre Aussagen an ihrer Seele haften und jeder muss damit alleine fertig werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Aus diesem Verst\u00e4ndnis haben wir Vers <strong>19:80<\/strong> auf diese Art und Weise \u00fcbersetzt und auch hier die Stelle kommentiert, damit jeder sieht, aus welchem Grund wir so gehandelt haben.<\/p>\n\n\n\n<p>M\u00f6ge uns Gott verzeihen in Seiner Barmherzigkeit<\/p>\n\n\n\n<p>Salam<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u0628\u0633\u0645 \u0627\u0644\u0644\u0647 \u0627\u0644\u0631\u062d\u0645\u0646 \u0627\u0644\u0631\u062d\u064a\u0645 Im Namen Gottes Des Erbarmers Des Gn\u00e4digen Salam Laut Geschichte sehen wir hier \u201cDie arabischen Buchstaben und deren Vokalisierung\u201d, dass diakritische Zeichen erst im 9 Jahrhundert von dem Poeten Abou Alaswad Aldoualy im Auftrag des Omayyaden Kalifats erfunden worden sind. 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