{"id":162,"date":"2011-02-07T16:07:00","date_gmt":"2011-02-07T16:07:00","guid":{"rendered":"http:\/\/hanif.de\/?p=162"},"modified":"2022-10-12T17:10:30","modified_gmt":"2022-10-12T17:10:30","slug":"heiraten-von-unglaubigen-menschen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hanif.de\/?p=162","title":{"rendered":"Heiraten von Ungl\u00e4ubigen Menschen"},"content":{"rendered":"\r\n<p>Im Namen Gottes, Des Erbarmers, Des Gn\u00e4digen<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-174 alignleft\" src=\"https:\/\/hanif.de\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/42.jpg\" alt=\"\" width=\"190\" height=\"146\" \/>Traditionelle der verschiedenen Religionen verlangen von ihren Mitgliedern, dass sie nur solche heiraten, die ihrer Religion bzw. Konfession angeh\u00f6ren. F\u00fcr die M\u00e4nner gibt es immer wieder Ausnahmen, die f\u00fcr Frauen nicht gelten. So sieht man in den islamisch traditionellen L\u00e4ndern, dass M\u00e4nner Frauen aus jeder Religion oder Konfession heiraten d\u00fcrfen, w\u00e4hrend es den Frauen untersagt ist. Der Grund sei, so wie es immer wieder behauptet wird, dass Gott es so verordnet h\u00e4tte.<br \/>Tats\u00e4chlich Gott verordnete es, dass Gl\u00e4ubige \u2013 M\u00e4nner oder Frauen ohne Ausnahme \u2013 nur gl\u00e4ubige Ehepartner zu sich nehmen sollen:<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p><strong>[2:221]<\/strong> <em>Und heiratet keine G\u00f6tzenanbeterinnen (Muschrik = Poly1istisch), ehe sie glauben. Und eine gl\u00e4ubige Dienerin ist besser als eine G\u00f6tzenanbeterin, mag sie euch auch noch so gut gefallen. Und verheiratet nicht (gl\u00e4ubige Frauen) mit G\u00f6tzenanbetern, ehe sie glauben. Und ein gl\u00e4ubiger Diener ist besser als ein G\u00f6tzenanbeter, mag er euch auch noch so gut gefallen. Jene rufen zum Feuer, doch Allah ruft zum Paradies und zur Verzeihung mit Seiner Erlaubnis und macht den Menschen Seine Zeichen klar, damit sie Seiner gedenken m\u00f6gen.<\/em><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Warum diese Verordnung wichtig ist, wird im gleichen Vers erl\u00e4utert, n\u00e4mlich dass die Beziehung zu einem Ungl\u00e4ubigen (Ableugner, Poly1ist oder Heuchler) einen Schaden im Glauben mit sich bringt. Der Vers handelt im Allgemeinen von der Ehe gl\u00e4ubiger Menschen und nicht im Bezug auf eine bestimmte Religion bzw. Konfession. Das Problem bei der Interpretation dieses Verses liegt eher im Verst\u00e4ndnis des Wortes \u201egl\u00e4ubig\u201c.<br \/>Wer ist nun gl\u00e4ubig?<br \/>Kann es unter den anderen Schriftv\u00f6lkern au\u00dfer der eignen Religion gl\u00e4ubige Menschen geben?<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p><strong>[2:62]<\/strong> <em>Diejenigen, die glauben, und diejenigen, die Juden sind, und die Christen und die S\u00e4bier, all die, die an Gott und den J\u00fcngsten Tag glauben und Gutes tun, erhalten ihren Lohn bei ihrem Herrn, sie haben nichts zu bef\u00fcrchten, und sie werden nicht traurig sein.<\/em><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p><strong>[5:69]<\/strong> <em>Diejenigen, die glauben, und diejenigen, die Juden sind, und die S\u00e4bier und die Christen, all die, die an Gott und den J\u00fcngsten Tag glauben und Gutes tun, haben nichts zu bef\u00fcrchten, und sie werden nicht traurig sein.<\/em><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Die Verse 2:62 und 5:69 erl\u00e4utern uns, dass der Glaube nicht mit einer bestimmten Religion verbunden ist, sondern mit den Grunds\u00e4tzen:<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<ul class=\"wp-block-list\">\r\n<li>Der Glaube an Gott als Absolute Macht<\/li>\r\n<li>Der Glaube an das Jenseits (J\u00fcngsten Tag, Engel, H\u00f6lle und Paradies usw.)<\/li>\r\n<li>Das Gute tun und das Schlechte ablehnen<\/li>\r\n<\/ul>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>In anderen Worten, es steht uns frei \u2013 ob Mann oder Frau \u2013 den zu heiraten, der von diesen\u00a0 Grunds\u00e4tzen \u00fcberzeugt ist, egal wie seine Religion hei\u00dfen mag, denn die wahre Einstellung im Leben ist letztendlich \u201edie Hingabe\u201c zum Allm\u00e4chtigen (3:19)<br \/>Der n\u00e4chste Vers (5:5) spricht zwar die M\u00e4nner im Bezug auf den Verkehr mit den Schriftv\u00f6lkern an, doch nirgends ist es niedergeschrieben, dass die Frauen nicht die gleichen Rechte genie\u00dfen d\u00fcrften, besonderes bei der Entscheidung, wen sie heiraten wollen.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p><strong>[5:5]<\/strong> <em>Heute sind euch alle guten Dinge erlaubt. Und die Speise derer, denen die Schrift gegeben wurde, ist euch erlaubt, wie auch eure Speise ihnen erlaubt ist. Und ehrbare gl\u00e4ubige Frauen und ehrbare Frauen unter den Leuten, denen vor euch die Schrift gegeben wurde, wenn ihr ihnen die Brautgabe gebt, und nur f\u00fcr eine Ehe und nicht f\u00fcr Unzucht und heimliche Liebschaften. Und wer den Glauben verleugnet, dessen Tat ist ohne Zweifel zunichte geworden; und im Jenseits wird er unter den Verlierern sein.<\/em><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Den Beweis, dass die sunnitischen Gelehrten den Koran nicht wortgetreu \u00fcbersetzt haben und ihre eigene Sichtweise in den Koran hineininterpretieren, finden wir in diesem Beispiel, das aus der Kairoer Azhar-Universit\u00e4t stammende \u00dcbersetzung des Korans kommt:<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p><strong>Azhar-\u00dcbersetzung:<\/strong><br \/><strong>[5:5]<\/strong> <em>Heute sind euch die guten Dinge erlaubt. Das Essen der Schriftbesitzer ist euch erlaubt, wie euer Essen ihnen erlaubt ist. Ihr d\u00fcrft freie, ehrbare muslimische Frauen (Mominaat = Gl\u00e4ubige Frauen) und freie ehrbare Frauen aus den Gemeinden der Schriftbesitzer heiraten, wenn ihr ihnen die ihnen zustehende Morgengabe entrichtet mit der Absicht, eine Ehe zu schlie\u00dfen und nicht uneheliche Verh\u00e4ltnisse zu unterhalten oder Konkubinen zu nehmen. Wer den rechten Glauben verleugnet, dem n\u00fctzen gute Taten nichts, und am J\u00fcngsten Tag geh\u00f6rt er zu den Verlierern.<\/em><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Hier vertauschten die \u00dcbersetzer einfach das Wort \u201egl\u00e4ubig\u201c mit dem Wort \u201emuslimisch\u201c, um sich selbst und ihren Lehren Recht zu geben. Der Unterschied zwischen dem Wort Muslim (Gottergebener) und Momin (Gl\u00e4ubiger) wird im folgenden Vers (49:14) verdeutlicht:<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p><strong>[49:14] <\/strong><em>Die arabischen Beduinen sagen: \u00bbWir glauben\u00ab Sprich: Ihr glaubt nicht (wirklich). Sagt vielmehr: Wir sind Muslime geworden. Der Glaube ist ja noch nicht in eure Herzen gedrungen. Wenn ihr aber Gott und seinem Gesandten gehorcht, verringert Er euch nichts von euren Werken. Gott ist voller Vergebung und barmherzig.<\/em><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Wir hoffen, dass durch diesen kleinen Beitrag, einiges gekl\u00e4rt wurde und w\u00fcnschen allen gl\u00e4ubigen Menschen Gottes Segen und Heil<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Salam<\/p>\r\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Namen Gottes, Des Erbarmers, Des Gn\u00e4digen Traditionelle der verschiedenen Religionen verlangen von ihren Mitgliedern, dass sie nur solche heiraten, die ihrer Religion bzw. Konfession angeh\u00f6ren. F\u00fcr die M\u00e4nner gibt es immer wieder Ausnahmen, die f\u00fcr Frauen nicht gelten. 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